Anleihen entlocken Sparern größere Risikobereitschaft
Wenn die vormals lohnenden Zinsgaranten nicht mehr viel Hoffnung auf ordentliche Zinserträge bieten können, müssen sich die Anleger zwangsläufig nach ebenso lukrativen wie sinnvollen Alternativen umschauen auf dem Finanzmarkt.
Da mit einem Festgeldkonto momentan nicht mehr das große Geld zu verdienen ist, erleben die so genannten hybriden Firmenanleihen werfen einen großen Zulauf vonseiten der Anleger, die sich vor allem von den versprochenen hohen Renditen angezogen fühlen. Dabei wird gerne vergessen, dass es bei diesen Investitionen um ein Modell mit nachrangigem Charakter handelt.
Dies bedeutet im Klartext für die Anleger, dass sie bei einer Insolvenz des Unternehmens, dessen Anleihen sie mit der Absicht auf ordentliche Gewinne erstanden haben, ganz am Ende der Kette der Profiteure stehen werden.
Ihre enorme Attraktivität für die Anleger erhalten die Firmenanleihen somit vor allem über die hohen Erträge, die gesichert sind, sofern das Unternehmen zum Zeitpunkt der Auszahlung die nötige Liquidität vorweisen kann. wichtigster Aspekt für die Verbraucher, die statt Festgeld und Tagesgeld wieder mehr Risiko eingehen möchten, die Unternehmen selbst auf Herz und Nieren prüfen.
Ein solides wirtschaftliches Fundament, wie es sich bei Unternehmen im DAX finden lässt, ist ein gutes Zeichen für Anleger, die sich bessere Rendite-Aussichten über Unternehmensanleihen verschaffen wollen. Die nachrangigen Bonds locken gar mit Zinssätzen von acht und mehr Prozent. Dafür schauen die Verbraucher wie erwähnt im Falle einer Pleite oftmals in die Röhre.
