Bad Bank der Bundesregierung weiter unter Beschuss
Vor allem die Sparkassen sind es auch weiterhin, aus deren Reihen die Kritik am Bad Bank Modell nicht abreißt.
Erst in der vergangenen Woche hatte sich das Kabinett für das Modell des Finanzministers ausgesprochen, schon hagelte es Protest. Zwar heißt man in der Bankenbranche grundsätzliche den Ansatz zur Entlastung der Bankenbilanzen gut.
Doch die Art und Weise, wie dies nun umgesetzt werden könnte, passt vielen Bankenchefs so gar nicht ins Konzept. Ein wesentlicher Punkt der Kritik sind die Sorgen und die Sicherung von Krediten für den Mittelstand. In diesem Bereich sieht der Verband der Sparkassen berechtigte Zweifel an der Richtigkeit der bisherigen Pläne.
Sollte das Modell der Bad Bank wie geplant umgesetzt werden, könnte es zu einer regelrechten Klemme bei der Kreditvergabe an die Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand kommen. Allein stehen die Sparkassen mit ihrer Kritik bekanntlich nicht.
Der Bayerische Ministerpräsident äußerte erst am Wochenende erneut Bedenken und äußerte Nachbesserungswünsche. Gerade bezüglich der Wertberichtigungen der auszulagernden Wertpapiere bei den Banken müsse noch gearbeitet werden, so Horst Seehofer.
Eine ähnliche Position vertritt diesbezüglich die EU, die bei den Landesbanken Bedarf für eine Abwertung in Höhe von einem Zehntel für die Aktien sowie die einzelnen Unternehmensbereiche sieht.
