Erneute Verluste für Bayerische Landesbank möglich für 2009
Die ersten Meldungen des Jahres aus dem Hause der Bayerischen Landesbank hatten eigentlich Grund zu der erfreulichen Annahme gegeben, dass das Haus aus dem Gröbsten nach der Krise heraus sein könnte. Doch weit gefehlt.
Dann wenigstens, wenn sich die frischen Informationen als berechtigt erweisen sollten. Auch für das laufende Jahr 2009 will das Management der BayernLB nicht ausschließen, kurzfristig wegen der Finanzkrise erneut in den Minusbereich einzutauchen.
Dabei sahen die Zahlen für die ersten sechs Monate des Jahres recht zuversichtlich aus. Die BayernLB hatte nach den akuten Einbrüchen der vergangenen beiden Jahre endlich wieder Gewinne erzielen können. Für das Gesamtjahr sieht man die Situation aber weitaus weniger positiv.
So lassen es die Aussagen des Landesbank-Chefs Michael Kemmer am heutigen frühen Morgen erkennen. Verantwortlich seien für diese vorsichtigen Einschätzungen die momentane Konjunkturlage allgemein sowie die negativen Entwicklungen der Bankenbranche im Speziellen.
Sichere Prognosen wagt man diesbezüglich denn auch nicht. Das erste Halbjahr hatte der Bayerischen Landesbank immerhin nach einer harten Dürrephase endlich wieder einen Gewinn in Höhe von immerhin knapp 359 Millionen Euro bescheren können.
Der Verlust für das gesamte Jahr 2008 lag mehr als doppelt so hoch bei 722 Millionen Euro. Wie überall in der Branche sind es auch bei der BayernLB vor allem die weiter steigenden Kreditausfälle, deren Risikovorsorge die Bilanzen der Bank erheblich belastet.
