Europäische Banken senken weiter Zinsen bei Festgeld und Krediten
Die aktuellen Statistiken der Europäischen Zentralbank kommen für die Banken innerhalb der Eurozone im Grunde wie gerufen.
Denn kaum müssen sich die Kreditinstitute erneut heftiger Vorwürfe wegen allzu vorsichtiger und restriktiver Vergabe von Kredite erwehren, vermeldet die EZB positive Zahlen zu den durchschnittlichen Zinssätzen bei Krediten. So sind die Bankenzinsen im vergangenen Monat Mai erneut gesunken.
Dies lässt die so genannte Zinsstatistik für die Monetären Finanzinstitute erkennen, die am heutigen Freitag publiziert wurde durch die Zentralbank. Endlich sinken nun also auch die Zinsen für die Kredite, nachdem Guthabenzinsen bei Festgeld und Tagesgeld in den vergangenen Monaten umfassend eingebrochen waren.
Beim Festgeld mit einer Laufzeit von 12 Monaten für Verbraucher liegt der Durchschnitt in der Eurozone mit einem Wert von 1,89 Prozentpunkten nur knapp unter dem Vormonatswert von 2,01%. Im gleichen Zeitraum sanken aber auch die Zinssätze für Dispositionskredite im Privatkunden-Bereich. Statt der im April üblichen 9,71 Prozent lag der Wert im Mai bei 9,58 %.
Minimal gab der durchschnittliche Kreditzins zur Hausfinanzierung im Mai nach. Dort beläuft sich das Minus auf 0,05 Prozent, neuerdings verlangen die Banken vom Verbraucher im Schnitt einen effektiven Jahreszins von 4,50 %.
Ablesen lässt sich an den Zahlen allerdings auch, dass das Ausmaß der Zinssenkungen bei den verschiedenen Krediten nicht der Senkung des Leitzinses in den vergangenen Monaten gleichkommt.
