Festgeld Zinsen nähern sich weiter dem Leitzins an
Traurig, aber wahr: Die Zeiten mit Zinssätzen beim Festgeld in Gefilden von vier und mehr Prozent aufs angelegte Geld sind inzwischen bereits so lang vorbei, dass man sich fast schon nicht mehr über die aktuellen Entwicklungen aufregen kann. Aber eben nur fast.
Denn was die Banken ihren Kunden derzeit nur noch als Rendite für das Geld auf dem Festgeldkonto anbieten, spotten vielerorts jeder Beschreibung. Besonders ärgerlich ist für die Anleger dabei die Tatsache, dass sich die Banken bei den Sparmodellen auf die gesunkenen Zins-Vorgaben der Europäischen Zentralbank und den historisch niedrigen Leitzins berufen, diesen aber nur zu Lasten der Verbraucher auslegen.
Denn während die Festgeld-Zinsen mittlerweile laut den Experten der Finanzberatung FHM nur noch im Rahmen von etwa einem und 2,5 Prozent erhältlich sind, sind die vorteilhaften Veränderungen im Bereich der Darlehens-Angebote wie dem Baukredit und anderen Produkten der Branche bisher deutlich weniger flexibel gehandhabt von den deutschen Banken.
Schlimmer sieht es für die Sparer eigentlich nur noch im Bereich der Tagesgeld-Konten aus. Dort liegt der durchschnittliche Zinssatz inzwischen nur noch etwa ein halbes Prozent über dem Stand des Leitzinses. Bei den am wenigsten lukrativsten Angeboten des Tagesgeld-Sektors liegen die Zinssätze sogar bereits unter einem Prozent. Und ein Ende der sinkenden Zinsen ist nicht erkennbar.
