KfW macht weitere Verluste – diesmal in Island
Vor der Finanzkrise galt die KfW als staatliches Institut und war hoch angesehen. Mittlerweile wurden einige Details über die Geschäftspraktiken bekannt und haben den Ruf der Mittelstandsbank stark ramponiert.
Offensichtlich hat die Kfw jedoch noch mehr Verluste gemacht, als bisher angenommen. Nicht nur, dass zu Beginn der Finanzkrise dreistellige Millionenbeträge an die Investmentbank Lehman Brothers überwiesen wurde, obwohl das Institut einen tag später Insolvenz anmelden musste, jetzt scheint herauszukommen, dass die KfW offenbar auch 288 Millionen in Island bei der mittlerweile verstaatlichten Kaupthing Edge Bank angelegt hat, die jetzt verloren sind.
Diese Nachricht kam bei einer Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion an das Bundesfinanzministerium heraus. Aus der FDP wurde deshalb auch Kritik laut, dass die KfW wirklich jedes Fettnäpfchen mitnehme und somit am Ende wieder der Steuerzahler alles bezahlen müsse. Auch wenn die KfW die Forderungen in Island notfalls gerichtlich durchsetzen will, kann man davon ausgehen, dass das Geld verloren ist.
