Lebensversicherungen entdecken neue kurzfristige Geldanlagen
An sich liegt es in der Natur der Sache, dass sich Versicherungsgesellschaften mit Spezialisierung auf Lebensversicherungen vor allem auf dem Markt der langfristigen Modelle umtun.
Doch auch die Versicherungen haben in der Krisenzeit Verluste hinnehmen müssen, weshalb die Unternehmen verstärkt alternative Einnahmequelle zu finden versuchen. Fündig geworden sind viele Versicherer im Bereich der kurzfristigen Geldanlagen, bei denen sie Kunden mit Verträgen mit überdurchschnittlichen Zinssätzen angesichts der kurzen Laufzeit locken.
In der Regel werden diese Geldanlagen über Banken angeboten, so werden die Versicherer selbst zur direkten Konkurrenz der Banken. Die angebotenen Laufzeiten liegen vielfach nur bei rund sechs Monaten, werfen dabei aber dennoch relative hohe Rendite ab.
So bot etwa die Versicherungsgesellschaft Swiss Life Cash Growth ihren Kunden einen garantierten Zinssatz von mehr als vier Prozent, die Gebühren für die Produkte hingegen liegen häufig im überschaubaren Bereich. Allerdings sind die Angebote für die meisten Verbraucher kaum nutzbar, denn die Einlagen sind nur allzu oft im sechsstelligen Bereich vorzufinden.
Interessant können die kurzfristigen Modelle der Versicherungsgesellschaften für diejenigen Kunden in spe sein, die zwar über große Reserven verfügen, sich von den sinkenden Zinsen bei Tages- und Festgeld aber nicht angezogen fühlen. Die Anbieter jedenfalls erwarten branchenintern weiterhin regen Zuspruch von Seiten der Kunden.
