Lieber ein Festgeldkonto als Investitionen an internationalen Börsen
Dass sie im internationalen Vergleich jemals wirklich die risikofreudigsten Anleger gewesen seien, kann man den deutschen Sparern wohl eher nicht unterstellen.
Um es aber salopp zum Ausdruck zu bringen: Feige waren deutsche Bankkunden beim Investieren aber Frage bis zum Ausbruch ebenfalls nicht gerade. So sind mittlerweile rund 90 Prozent aller Deutschen momentan davon überzeugt, dass sie eher mit Festgeldkonten gut bedient sind. Investitionen an den Börsen anderer Länder jedenfalls kommen für diese Anleger wenigstens für die kommenden beiden Jahre nicht mehr in Frage.
Sichere Geldanlagen sind eher gefragt, weshalb selbst die geringen Konditionen bei Festgeld und Tagesgeld ohne allzu großes Murren hingenommen werden. Die Zurückhaltung bezieht sich dabei keinesfalls nur auf bestimmte Nationen, die von der Krise besonders hart erwischt wurden.
So halten zwar rund acht von zehn Anlegern Geldanlagen in den USA für den verkehrten Weg, China liegt mit 81 Prozent nur knapp darüber, während es Russland sogar auf 89 Prozent bei der Investitions-Ablehnung deutscher Anleger bringt. Dass es allerdings nicht die schlechten Entwicklungen sind, die gegen eine Geldanlage an ausländischen Börsen sprechen, zeigt sich an anderer Stelle.
Neben dem hohen Risiko – das als Grund für die Zurückhaltung inzwischen 12 Prozent häufiger genannt wird als noch im Frühjahr 2008 – ist es vor das fehlende Wissen über die ausländischen Märkte, das die deutschen Anleger auf besagte sichere Geldanlagen im Sinne eines per Einlagensicherung geschützten Festgeldkontos vertrauen.
