Meldepflicht für Optionskäufe wie im Fall VW geplant
Durch die Aktion von Porsche bei VW, ziemlich unbemerkt über Optionen ein Unternehmen aufzukaufen, wurde die Bundesregierung auf den Plan gerufen, eine Meldepflicht für solche Geschäfte einzuführen, damit sich die anderen Börsianer und das betroffene Unternehmen entsprechend positionieren können.
Bereits Ende des Jahres könnten nach Aussagen mehrerer Finanzpolitiker aus der Regierung die inhaltlichen Beratungen zu dem Gesetz abgeschlossen sein, so dass spätestens im April 2009 mit der Verabschiedung gerechnet werden könne.
Neben dem VW-Deal von Porsche hatte auch Schaeffler auf diese Weise den Riesen Continental aufgekauft, was ebenfalls viele Kritiker provoziert hat. Man darf gespannt sein, ob die Bundesregierung sich mit dem Gesetz durchsetzt, oder ob doch noch verschiedene Interessengruppen diesen Plan vereiteln.
Allgemein wird ein solcher Aufkauf als ein Angriff von hinten bewertet und nicht selten als sogenanntes „anschleichen“ bezeichnet. Selbst unter den DAX-Unternehmen ist diese Taktik verpönt, so dass die Chancen für eine Meldepflicht solcher Vorhaben insgesamt recht gut stehen.
