Zinsen beim Festgeld niedrig aber lukrativ
Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch in sich klingen mag, stellt sich bei näherer Betrachtung als durchaus korrekte Einschätzung der derzeitigen Lage auf dem Finanzmarkt heraus.
Auch wenn die Sparer immer weniger Gelegenheiten erhalten, um mit Festgeld – oder auch dem normalen Zinssatz beim Girokonto oder dem Tagesgeldkonto – wirklich hohe Zinssätze zu kassieren. Die momentane wirtschaftliche Situation kann für die Anleger auch weiterhin dafür sorgen, dass Festgeld trotz sinkender Zinsen lukrativ und interessant bleibt.
Wichtig für das Verständnis dieser Aussage ist der Aspekt, nicht einzig auf den tatsächlichen Zins zu richten, sondern stattdessen den Realzins zu betrachten. Die derzeitige Inflationslage verschafft den Sparern eine günstige Ausgangssituation, um topp Realzinsen unterm Strich heraus zu bekommen.
Tatsächlich sollten sich nach Auffassung von Geldanlage-Experten viel mehr Verbraucher diese Erkenntnis klar machen. Denn immer öfter steigen die Kunden der Banken wieder auf Aktien und Fonds-Modelle um, weil ihnen Festgeld nicht mehr lohnend erscheint.
So schnell ist der Anspruch auf Sicherheit also wieder verschwunden, wenn nicht gleich auf den ersten Blick ein Höchst-Zinssatz beim Festgeld zu erkennen ist. Dabei sorgt die niedrige Inflationsrate dafür, dass die Erträge aus dem Festgeld-Kapital deutlich über denen liegen, die in Zeiten von fünf und mehr Prozent Zinsen auf Festgeld realisierbar waren.
